Dienstag, 4. Dezember 2007

Am 5.12 die Schuhe vor die Tür stellen

Ein alter Brauch

Nikolaus-Vorabend (5.Dezember)



Bei manchen ist es Brauch, dass die Kinder eine Strumpf oder einen Schuh am Nikolausabend (5.Dez) vor die Türe stellen und dieser am anderen Morgen mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken gefüllt ist.
Im Kindergarten wird meist die Geschichte von Nikolaus erzählt, sie lernen Lieder und Gedichte.

DER NIKOLAUS-SCHUH

NIKOLAUS Der bekannteste Brauch zum Nikolaustag ist der, dass die Kinder ihre geputzten Schuhe oder auch Strümpfe am Vorabend ans Fenster oder vor die Tür stellen dürfen und der Nikolaus diese über Nacht mit Nüssen, Spezereien und Süssigkeiten füllt.

Schon ein alter Spruch heißt:

Sankt Nikolaus, leg mir ein,
was dein guter Wille mag sein.
Äpfel, Nuss und Mandelkerne
essen kleine Kinder gerne!


Aber seien wir ehrlich, glauben sie wirklich, dass Sankt Nikolaus Stiefel trug? Es waren wohl eher die damals üblich Schuhe aus Holz, die Nikolaus, Krampus oder Knecht Ruprecht trugen ...

Montag, 3. Dezember 2007

Lieder

Laßt uns froh und munter sein

1. Laßt uns froh und munter sein
und uns in dem Herrn erfreun.
Lustig, lustig, tralalalala,
bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da.

2.Bald ist unsre Schule aus,
dann ziehn wir vergnügt nach Haus.
Lustig, lustig, tralalalala,
bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da.

3.Dann stell ich den Teller auf,
Niklaus legt gewiss was drauf.
Lustig, lustig, tralalalala,
bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da.

4.Steht der Teller auf dem Tisch,
sing ich manchmal froh und frisch.
Lustig, lustig, tralalalala,
bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da.

5.Wenn ich schlaf, dann träume ich:
Jetzt bringt Niklaus was für mich.
Lustig, lustig, tralalalala,
bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da.

6.Wenn ich aufgestanden bin,
Lauf ich schnell zum Teller hin.
Lustig, lustig, tralalalala,
bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da.

7.Niklaus ist ein guter Mann,
Dem man nicht g`nug danken kann.
Lustig, lustig, tralalalala,
bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da.
Ich kenne Jeden!!

Alle kennen mich

Alle kennen mich
aber keiner mag mich
aber keiner will mich kennen


;-(



Hans (Muff)

Schreibweisen: Hans, Iven, Jens, Johann, John, Jonny, Juhani, Johannes, Hanns
Herkunft und Bedeutung des Namens:

männl. Vorname, der aus der Bibel stammt, aber hebräischen Ursprungs "jochanan"(Jahwe ist gnädig)

Gedicht

Hans Muff alias Knecht Ruprecht


Von drauß vom Walde komm' ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht' durch den finstern Tann,
Da rief's mich mit heller Stimme an:
"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt' und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens ruhn;
Und morgen flieg' ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!"
Ich sprach: "O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo's eitel gute Kinder hat." -
"Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier;
Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
Essen fromme Kinder gern." -
"Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil, den rechten."
Christkindlein sprach: "So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"
Von drauß vom Walde komm' ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich's hierinnen find'!
Sind's gute Kind, sind's böse Kind?

(von Theodor Storm)



Noch ein Knecht Ruprecht-Gedicht

Draußen weht es bitterkalt,
wer kommt da durch den Winterwald?

Stipp-stapp, stipp-stapp und huckepack -
Knecht Ruprecht ist's mit seinem Sack.

Was ist denn in dem Sacke drin?
Äpfel, Mandeln und Rosinen
und schöne Zuckerrosen,
auch Pfeffernüss für's gute Kind.
Den anderen, die nicht artig sind,
klopft er auf die Hosen





Noch eins

Knecht Ruprecht



Der Esel, der Esel,

Wo kommt er denn her?

Von Wesel, von Wesel

Er will ans Schwarze Meer.



Wer hat denn, wer hat denn,

Den Esel so bepackt?

Knecht Ruprecht, Knecht Ruprecht

Mit seinem Klappersack.



Mit Äpfeln, mit Nüssen,

Mit Spielzeug allerlei

Und Kuchen, ja Kuchen

Aus seiner Bäckerei.



Wo bäckt denn, wo bäckt denn,

Knecht Ruprecht seine Speis?

In Island, in Island,

drum ist sein Bart so weiß.



Die Rute, die Rute,

Die ist dabei verbrannt;

Heut sind die Kinder artig

Im ganzen deutschen Land.



Ach Ruprecht, ach Ruprecht,

Du lieber Weihnachtmann:

Komm auch zu mir

Mit deinem Sack heran.




Allein mit Knecht Ruprecht




Gestern Abend es war so gegen Sieben,

Mutter war gerade beim Kaufmann drüben.



Da holtert's und poltert's die Treppe hinauf,

klopft an die Tür und reißt sie auf.



Knecht Ruprecht war's, er kam herein

und denkt euch ich war ganz allein.



Er murmelte etwas, wie: "Weihnachtslieder",

da sprang ich schnell vom Stuhle hernieder.



Ich sang ihm das Lied von der heiligen Nacht,

da hat er aber Augen gemacht.



Er schenkte mir Nüsse und Pfefferkuchen

und sprach, er wird mich mal wieder besuchen.



"Grüß' auch Mutter und Vater recht schön!"

und ich sagte fröhlich: "Auf Wiedersehen

Hans-Muffs-Blog

Hans Muff der Nikolaus-Begleiter und Folterknecht





















Beim Einkehrbrauch wird der heilige Nikolaus nahezu immer von einer Figur begleitet, die als gezähmter Teufel oder „dienstverpflichteter” Höllengeist deutbar ist: oft ein in Ketten gelegter, geschwärzter Poltergeist, zu dessen Ausrüstung meist Rute und Sack oder Kiepe gehören. Bei der Inszenierung übernimmt diese Figur die Präsenz des Bösen, die jedoch Böses und Böse straft, aber sich fest in der Gewalt des Guten (= Hl. Nikolaus) befindet. Die Namen für diese Figur variieren. Relativ verbreitet ist der Name Knecht Ruprecht, rauer Knecht Ruprecht oder rauer Percht. Der letzte Begriff verweist einerseits auf den Teufel und andererseits auf die Entstehung des Namens Ruprecht. Teuflische Begriffe sind auch Düvel oder Bock oder der biblische Begriff Beelzebub. Namen wie zum



















Beispiel Böser Klaus zeigen die Auflösung und kontraproduktive Inszenierung der Heiligenlegende. Andere Figuren sind mittelalterliche Allegorien, die menschliche Laster verkörpern, Bären, Esel, Böcke und die raue Perchta, die als domina perchta Hoffart, Völlerei und Unzucht verkörpert. Bezeichnungen für die Figuren sind: Knecht Ruprecht (im gesamten deutschsprachigen Raum), Ascheklas, Bullerklas, Klas Bur (Westfalen, Norddeutschland), Zwarter Piet, Pietermann, Swarte Piet (Niederlande), Pulterklas (Diethmarschen) Ruklas, Rupsack (Mecklenburg) Hans Muff (= der muffige Hans), Heiliger Mann, Düvel, Zink Muff, Zink Knatsch (Niederrhein), Belzebub, Pelzebock (Eifel und Mosel), Pelzebub (Baden), Pelznickel (Pfalz und Saar), Butz (Schwaben), Rumpelklas (Allgäu), Schmutzli, Düsseli (Schweiz), Semper, Klaubauf (Bayern), Krampus (Österreich), Schiachtperchten (Salzburger Land), Partl, Bartl (Kärnten, Steiermark), Leutfresser (Ostalpen), Père Fouttard (Frankreich), Hans Trapp (Pfalz), Biggesel, Böser Klaus, Einspeiber, Gangerln, Kläuse, Klosen, Busebrecht, Buzebercht, Kehraus, Klausmänneken, Klausenpicker, Klombsack, Spitzbartl, schwarz Käsperchen, Rollebuwe, Battenmänner, Bullkater, Dollochs, Erbsbär. Im Gurktal, Österreich, taucht der Nikolo mit dem Spitzbartel auf, der in schwarzer Maske mit Kuhglocke und einer Bucklkraxn (= Kiepe) erscheint. Die Buttmandeln, Treichler und peitschenschwingenden Geißelchlöpfer treiben in den Alpen ihre rauen Späße.










Eine andere Interpretation will den heiligen Nikolaus in seiner Rolle als Schifferheiliger als christlichen Poseidon verstehen, als „Nachfolger” des griechischen Meeresgottes Poseidon (röm.: Neptun). Als „Meeresgott der Christen” habe Nikolaus ein Begleiter zugestanden, wie ihn Poseidon in seinem als Menschenschreck agierenden Sohn Triton gehabt habe. Knecht Ruprecht, der gezähmte Teufel, stehe in der Tradition des Triton. Eine weitere Auslegung sieht im Einkehrbrauch die christliche Einvernahme eines germanischen Wotankultes, siehe Wotan. Die neuere Forschung sieht alle Schreckensgestalten aus dem Reich des Bösen der civitas diaboli entstiegen und erklärt damit ihr Vorhandensein ohne Rückgriffe auf germanisches Brauchtum.

Knecht Ruprecht alias Hans Muff alias ...zeichnet sich nicht nur durch seine Bösartigkeit, Schwärze und - als Prügel- statt Segnungsinstrument missverstandene - Rute als Teufel aus. Die Kinder fürchten sich noch viel mehr vor dem Sack, der, je nach Landschaft auch eine Kiepe sein kann. In diesem Sack schleppt der Schwarze nicht nur murrend die Geschenke des Heiligen heran. Sprichwörtlich darf er auch die „in den Sack stecken”, die nach Auffassung des heiligen Nikolaus ihre religiösen und häuslichen Pflichten nicht erfüllt haben. Sack oder Kiepe werden hier zum Höllenschlund, in den nach mittelalterlicher Auffassung fiel, wer vor Gottes Gericht keine Gnade fand. Wer beim Nikolaus-Besuch durchfiel, einem „Weltgericht im Kleinen für Kleine”, der landete eben symbolisch im Sack. Diese brachial-pädagogische Methode von zweifelhafter, dafür aber derb-deutlicher „Güte” hat ein Vorbild im mittelalterlichen Seelenfresser, der die dem Satan verfallenen Seelen fraß, ein anderes Vorbild in einer Form des Ringkampfes, bei dem der Gegner in den Sack gesteckt werden musste. Die Kinderfresser im Nikolaus-Brauchtum im süddeutschen Raum, wo der Bezug zum Heiligen selbst und seiner Legende immer undeutlicher geworden ist, üben ihre Faszination durch Bedrohung, Abtransport des Angegriffenen und Loskaufriten aus. Für unbetroffene Betrachter ist das ganze ein voyeristisches Schauspiel. Die Kindlifresser, Kinderfresser, heute im Süddeutschen ein gepflegtes folkloristisches Phänomen, haben es im 16. Jahrhundert bereits zu Denkmalehren gebracht, zum Beispiel am Berner Kindlifresser-Brunnen (1544). 1663 definiert sich ein Kinderfresser: „Ich bin der alte böse Mann, der alle Kinder fressen kann”.

nach Dr. Manfred Becker-Huberti, Köln




Andere Namen

In vielen Gegenden kommt der Nikolaus in Begleitung eines Helfers.
Dieser stellt einen krassen Gegenpol zu der eher feinen und freundlichen Erscheinung des Nikolaus. Während dieser für die Belohnung der Kinder zuständig ist, sorgt sein finsterer Begleiter für die Bestrafung der Ungezogenen und ungehorsamen Kinder.

Die bekanntesten Namen:

Knecht Rupprecht
Hans Muff
Beelzebub
Pelzprecht
Pelzmärtel
Rasselbock
Klaubauf
F. Pocci: Der Pelzemärtel, 1850 Krampus



Der Weihnachtsmann




[...]





Nach 1800 hatte sich die bürgerliche Auffassung vom Weihnachtsfest stabilisiert und wurde Leitbild auch für andere Schichten der Stadtbevölkerung. Jetzt bildeten sich Formen heraus, die den Ablauf der familiären Feier zeremoniell ausschmückten. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts trat die Figur des Weihnachtsmannes als Gabenbringer ins Blickfeld. Sie wurde schnell populär. 1835 verfaßte Heinrich Hoffmann von Fallersleben die Verse des Liedes "Morgen kommt der Weihnachtsmann"; wenige Jahre später, 1847, zeichnete Moritz von Schwind in einer Bilderfolge für den Münchner Bilderbogen den "Herrn Winter", den er als alten Mann mit Pelzrock und Glitzerbart darstellte. In dieser Gestalt kam der Weihnachtsmann aus märchenhafter Ferne daher, hatte keinen eigentlichen Namen und beschenkte "artige Kinder". Zu seinen Requisiten gehörte außer dem großen Gabensack die dem Knecht Ruprecht entlehnte Rute - die einst eine Fruchtbarkeitsrute dargestellt, mittlerweile aber die Funktion eines pädagogischen Strafmittels bekommen hatte.
Mit dem Weihnachtsmann war eine Figur entstanden, die keine christlichen Bezüge, sondern Anklänge an Mythisch-Märchenhaftes aufwies und bis heute Symbol des weihnachtlichen Schenkens geblieben ist.

Aus: Berliner Weihnachtsmarkt: Bilder und Geschichten aus 5 Jahrhunderten /
Christa Lorenz. - Berlin-Information, 1987. - S. 21-22
Sign.: B 274 Wei 1

Der Pelzemärtel, F. Pocci, 1850
Der Pelzemärtel, der am Martinsabend die "guten" Kinder beschenkt,
während er die "bösen" fortträgt "zu den Bären und Wölfen im Walde",
ist eine der Gestalten, die, ähnlich wie Knecht Ruprecht, der Figur des
Weihnachtsmannes als Vorbild diente.

Aus: Berliner Weihnachtsmarkt: Bilder und Geschichten aus 5 Jahrhunderten / Christa Lorenz. - Berlin-Information, 1987. - S. 22
Sign.: B 274 Wei 1


Nikolaus und Hans Muff

Anfang Dezember erwartete man – wie heute auch – den Nikolaus. Die jetzt üblichen „offiziellen" Nikolausfeiern in Schule, Gemeinde oder Kindergarten gab es in unserer Kinderzeit allerdings noch nicht. Sie kamen erst in den 1950er Jahren auf. Daher fielen die Begegnungen mit dem Nikolaus sehr unterschiedlich aus. Besonders interessant fanden die Kinder damals das Verhalten des Gehilfen von Nikolaus, des Knechts Ruprecht. In der Eifel nannte man ihn Hans Muff. Bei den meisten Kindern war er nicht gerade beliebt. Viele fürchteten ihn sogar. Das „Bangemachen" in der Erziehung wurde noch gepflegt. Man erzählte sich vom „Kettenrasseln" und von einem „Sack", in den Hans Muff unartige Kinder hineinstecken würde. Gesehen hatte es noch niemand, doch es kursierten Gerüchte darüber. Diese stammten meist von älteren Kindern, die sich damit wichtig tun wollten. Aber die Gestalt des Heiligen Nikolaus, der in seiner Ausstrahlung alles überdeckte, ließ die Kinderherzen höher schlagen. Das Buch, das er bei sich trug, enthielt Gutes, aber auch Verfehlungen. Man betrachtete es mit gemischten Gefühlen, denn der Nikolaus wusste angeblich alles von einem. Und da war ja im Laufe des Jahres einiges zusammengekommen. Aber auch diese Sorge erwies sich als völlig harmlos. Man spürte, der Nikolaus wollte die Kinder erfreuen. Der bunte Teller mit Plätzchen, Süßigkeiten und einigen Geschenken ließ schnell die vorherige Aufregung vergessen. – Er kam auch nicht immer persönlich, sondern meist als nächtlicher und unsichtbarer Gast, der uns seine Geschenke hinterließ. Es waren oft notwendige und bescheidene Dinge, z. B. ein Schlafanzug, ein Paar Handschuhe und ein warmer Schal. Aber wir betrachteten sie trotzdem als etwas ganz Besonderes.

Aus: Die stille Zeit des Jahres – damals in der Eifel von Agnes Gillig


Es gibt auch Hans-Muff-Biere




Sonntag, 2. Dezember 2007

Wo kommt der Nikolaus her ?

Der deutschstämmige Zeichner Thomas Nast trug im ausgehenden 19.Jh. seine Kindheitserinnerungen in die Vereinigten Staaten. Seine Zeichnungen, in der Zeitschrift Harper's Weekly veröffentlicht, hatte großen Einfluß auf das waldschratige Bild des Weihnachtsmannes.

Knecht Ruprecht und das Christkind

Die Kommerzialisierung großen Stils begann dann mit der Coca-Cola-Reklame von Haddon Sundblom, der 1931 den Weihnachtsmann im pelzbesetzten roten Mantel geschickt mit den Firmenfarben der Limonademarke Coca-Cola verband.

Samstag, 1. Dezember 2007

FEST DER FURCHT - Wer ist Knecht Rupprecht

Moderner Hans Muff

Von
James Stark

Paragon City wachte heute morgen auf und sah besorgniserregende Zeichen eines Betrügers, der “Weihnachtsgeschenke” überall in unserer guten Stadt platzierte. Einige durch Vandalismus geschädigte Werbetafeln wurden gesichtet - ihr richtiges Bild überpinselt mit dem Logo einer roten Burg und der Nachricht:
Knecht Rupprecht hat eine Liste und er prüft sie zweimal!
Wart ihr ungezogen?! Oder wart ihr artig?!

Ein identisches Logo tauchte auf tausenden Flugblättern, die in Atlas Park und Galaxy City verteilt wurden, auf. Selbst die Arenen wurden damit verschandelt.
Die Nachricht scheint sich auf eine Piratensendung zu beziehen, die heute morgen um 06:00 Uhr auf allen Radiofrequenzen von Paragon City gesendet wurde. Die Übertragung, die etwa eine Minute dauerte:
Hallo Nachtschwärmer der Feiertage! Ich unterbreche euer gewohntes Programm um euch....Trommelwirbel bitte...das Feiertagsevent, auf das ihr alle gewartet habt, zu bringen! Richtig, meine Damen und Herren, ich habe das großartigste Spiel aller Zeiten entworfen!
Wenn ihr heute an diesem glorreichen Morgen aufwacht, solltet ihr überall in euren feinen Städten verstreut Geschenke finden, die nur auf mutige Seelen warten, die bereit sind, das Risiko ihres Lebens einzugehen!
Wart ihr ungezogen?! Oder wart ihr artig?! Kommt und schaut, was das Schicksal für euch bereit hält! Reißt so viele Geschenke auf, wie ihr euch traut und lasst ihre inneren Geheimnisse frei. Vielleicht gewinnt ihr eine fanta-über-stische Überraschung! Aber passt auf, ihr könnt euch auch einen Schlag eines alten Winterfreundes einfangen! Es ist alles Teil von Knecht Rupprechts Feiertagsspaß!

Die Übertragung endete mit einem irren Lachen, das langsam zu einem statischen Rauschen wurde, bevor das normale Programm wieder lief.
Es gibt ebenfalls unbestätigte Berichte über große “Geschenke” - Pakete, verziert mit weihnachtlichem Geschenkpapier - wurden auf Hausdächern und in Gassen gesichtet. Bürger sollten sich davor in Acht nehmen und sie unverzüglich dem PPD oder ihrem registrierten Helden der Nachbarschaft melden.